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10.08.2018

Deuschle fordert Mieterleichterungen für Esslinger Vonovia-Kunden

Während sich Vonovia gegenüber Stuttgarter Kunden großzügig zeigt, bleibt für Esslinger Mieter alles beim Alten. Für Andreas Deuschle ist das nicht hinnehmbar.

"Es muss gleiches Recht für alle gelten"

Nachdem das Wohnungsunternehmen Vonovia in Stuttgart von einigen teuren Modernisierungsmaßnahmen und massiven Mietsteigerungen abgerückt ist, fordert der CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Deuschle Gleiches auch für die Mieter in Esslingen.

„Es kann nicht sein, dass Vonovia nur da reagiert, wo der Druck am größten ist. Und diejenigen Mieter, die vielleicht nicht so laut sind, weiter munter geschröpft werden.“ So bleibt Vonovia bislang dabei, die Modernisierungen in den insgesamt rund 100 Esslinger Wohnungen wie geplant durchzuziehen und die Kosten entsprechend auf die Mieter umzulegen. Dabei kommt es etwa zu Mietsteigerungen von knapp 50 Prozent. 

"Gegenüber Esslinger Mietern unbeweglich und kalt"

In Stuttgart werden dagegen Modernisierungsmaßnahmen gestrichen beziehungsweise die Kosten von dem Bochumer Konzern selbst übernommen. Außerdem beschränkt Vonovia für Stuttgarter Kunden die Mieterhöhung auf maximal drei Euro pro Quadratmeter oder acht Prozent der Modernisierungskosten. Zuvor hatte das Unternehmen bereits bei Neuvermietungen in der Landeshauptstadt Mietsteigerungen zurückgenommen, weil diese gegen die gesetzliche „Mietpreisbremse“ verstoßen hatten.

All das bleibt in Esslingen aus. Zwar gilt dort keine „Mietpreisbremse“. Doch für Andreas Deuschle ist das kein Grund, dass Vonovia auf seine Mieter in Esslingen weniger Rücksicht nimmt als in Stuttgart. „Es ist doch ganz offensichtlich: Da wo es öffentlichkeitswirksame Proteste gab, zeigt sich Vonovia plötzlich ausgesprochen großzügig. Es werden sogar freiwillig Gesetze umgesetzt, die noch gar nicht gelten. Aber gegenüber den Esslinger Mietern ist das Unternehmen unbeweglich und kalt wie eh und je.“ Das sei nicht hinnehmbar, so der CDU-Politiker. „Man kann nicht den einen Mietern versichern, man werde sie nicht herausmodernisieren, während man genau das bei den anderen macht. Es muss gleiches Recht für alle gelten.“

"Die Mieter müssen die Folgen grün-roter Politik ausbaden"

Insgesamt zeige sich aber einmal mehr, dass die Entscheidung der grün-roten Vorgängerregierung, die LBBW-Immobilien an den Vonovia-Vorläufer Patrizia zu verkaufen, falsch gewesen sei. Deuschle: „Die Folgen müssen jetzt die Mieter ausbaden.“

Der Abgeordnete will nun einen Beschwerdebrief an Vonovia schreiben. Außerdem will er beim Wirtschaftsministerium prüfen lassen, ob Esslingen als angespannter Wohnungsmarkt ausgewiesen werden kann, damit auch dort die „Mietpreisbremse“ gilt. Schließlich gehöre der Landkreis Esslingen insgesamt zu den am dichtesten besiedelten Wirtschaftsräumen in Deutschland, mit einem – im Vergleich unter den Landkreisen – sehr angespannten Wohnungsmarkt.

 
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© Andreas Deuschle MdL 2018