Sie sind hier: › Aktuelles 
29.09.2018

CDU-Fachpolitiker fordern Sofort-Maßnahmen zur Ferkelzucht

Der Landesfachausschuss Ländlicher Raum der CDU Baden-Württemberg fordert Sofort-Maßnahmen zur Erhaltung regionaler, hochwertiger und tierschutzgerechter Ferkelzucht in Deutschland und Baden-Württemberg. Dies wurde in der heutigen Sitzung des Landesfachausschusses in Stuttgart beschlossen. Die CDU-Fachpolitiker reagieren damit auf die am 21. September im Bundesrat durch das Votum der Grünen gescheiterte Initiative, wegen der derzeit noch nicht marktreifen Methoden zur Schmerzausschaltung die Frist zur betäubungslosen Ferkelkastration um ein bzw. zwei Jahre über den 1. Januar 2019 hinaus zu verlängern.

„Alle sind gefährdet“, wie der CDU-Landesfachausschuss in seinem Beschluss verdeutlicht: Über die Hälfte der deutschen Sauenhalter (52,1%) denkt laut einer aktuellen Umfrage in den nächsten zehn Jahren ans Aufgeben; im Süden will sogar fast jeder Dritte in den kommenden zwei Jahren, langfristig rund 60% aussteigen. Besonders betroffen sind die kleinstrukturierten Betriebe im Land. Hier zeichnet sich ein Ausstieg auf breiter Front ab. Um unsere Nachfrage nach Fleisch weiterhin zu decken, müsste sich die Zahl der nach Deutschland importierten Ferkel auf 20 Millionen verdoppeln.

Gerade für den Tierschutz ist die Entscheidung schlecht. Wird sie doch dazu führen, dass Tiertransporte etwa aus Dänemark quer durch Deutschland bis nach Baden-Württemberg verstärkt stattfinden. Einerseits wird die Situation dazu führen, dass wir die - in Deutschland nicht zugelassenen - Kastrationsverfahren in den Exportländern akzeptieren müssen. Andererseits wird die Zahl der Tiertransporte deutlich steigen.

Die Möglichkeit für Verbraucherinnen und Verbraucher, sich gerade beim Fleischeinkauf regional zu versorgen und dabei sicher sein zu können, dass Fleisch- und Wurstwaren zu jeder Zeit unseren ausgezeichneten Erzeugungsstandards genügen, wird dadurch deutlich eingeschränkt.

Der CDU-Landesfachausschuss fordert daher schnelle Maßnahmen, durch die wir trotz des zu frühzeitigen Auslaufens der Übergangsfrist eine regionale, qualitativ hochwertige und tierschutzgerechte Schweinezucht in Baden-Württemberg erhalten können. Hierzu zählt die Anwendung der lokalen Betäubung wie sie in Dänemark und in Schweden durch geschultes Personal bereits praktiziert wird, eine zügige, tragfähige und praxisnahe Umsetzung der Inhalationsnarkose sowie ein verstärktes Fortbildungsangebot für die Ferkelbetäubung mittels Isofluran. Zudem ist für die CDU-Experten klar: „Dieses Maßnahmenbündel kann nur Erfolg haben, wenn wir unsere Landwirte mitnehmen.“

Der Landesfachausschuss fordert in seiner Stellungnahme die Koalitionspartner in Berlin auf, umgehend die notwendigen Maßnahmen einzuleiten und praktikable Rahmenbedingungen für unsere Betriebe im Land zu schaffen.

 

 

 
CDU Kreisverband Esslingen CDU Baden-Württemberg CDU Deutschlands CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Mitglied werden CDU-Fraktion Baden-Württemberg CDU.TV Angela Merkel
© Andreas Deuschle MdL 2018