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09.01.2018

Planänderungen bei S21-Filderbahnhof

"Das Verhalten der Bahn ist ein Schlag ins Gesicht"

Offenbar will die Deutsche Bahn die Fernverkehrsanbindung des geplanten Filderbahnhofs am Stuttgarter Flughafen ändern. Das berichten mehrere Medien unter Berufung auf eine bislang unveröffentlichte Antwort des baden-württembergischen Verkehrsministers auf eine Landtagsanfrage.

Demnach soll es statt einer IC-Linie, die ganztägig im Zwei-Stunden-Takt Richtung München fährt, nur noch drei solche Fernverkehrsanbindungen pro Tag geben.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Deuschle, der den Wahlkreis Nürtingen betreut, kritisiert die Planungsänderungen scharf: „Es war ein zentrales Ziel von Stuttgart 21, für eine schnelle Anbindung am Flughafen zu sorgen. Wenn am Ende aber nur dreimal am Tag ein Zug Richtung München abfahren soll, ist das ein Witz!“ Sowohl das Land als Vertragspartner als auch die Bürger müssten sich auf die gemachten Zusagen verlassen können. „Alles andere ist inakzeptabel!“

Enttäuscht zeigte sich Deuschle auch von der Kommunikationspolitik der Bahn: „Dass die Bahn ohne Absprache einfach mal im Handumdrehen die Fernverkehrsanbindung am Flughafen zusammenstreicht, ist ein Schlag ins Gesicht der S21-Befürworter, die mit hohem persönlichen Einsatz und ihrer Glaubwürdigkeit für das Projekt geworben haben.“ Der CDU-Politiker meldete diesbezüglich „dringenden Gesprächsbedarf“ mit der Bahn an.

Bereits im Dezember war der Verdacht geäußert worden, die Bahn würde gegebenenfalls vertraglich fixierte Pläne für den Flughafenbahnhof ändern.

(Die Pressemitteilung war am 09.01.2018 in der "Esslinger Zeitung" Teil des Berichts "Abgeordnete kritisieren die Bahn", S. 11)

 
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