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09.08.2018

CDU wirkt: Fünf Mal so viele neue Lehrkräfte für die Grundschule als im Vorjahr

Die Maßnahmen von CDU-Kultusministerin Dr. Eisenmann gegen den Unterrichtsausfall wirken: Schon zum kommenden Schuljahr gehen deutlich mehr Lehrkräfte an die Grundschulen als im Vorjahr.

"Mit der CDU gibt es in der Bildungspolitik kein Wegducken mehr"

An Baden-Württembergs Schulen gibt es zu wenige Lehrer. Gerade an den Grundschulen besteht ein Bewerbermangel, der sich auch in den kommenden beiden Jahren noch auswirken wird. Doch das CDU-geführte Kultusministerium arbeitet mit Hochdruck an einer Lösung. So werden etwa schon im kommenden Schuljahr fünf Mal so viele neue Lehrkräfte an die Grundschule gehen wie im Jahr zuvor. Auch gibt es 200 zusätzliche Studienanfängerplätze im Lehramtsstudiengang Grundschule.

„Natürlich können wir mit der aktuellen Unterrichtsversorgung absolut nicht zufrieden sein“, sagt Andreas Deuschle. Doch der Lehrermangel habe Gründe. „Zum einen hängt das damit zusammen, dass es deutschlandweit an Bewerberinnen und Bewerbern fehlt, die bereit sind, in den Schuldienst zu gehen. Zum anderen damit, weil unter Grün-Rot die Bedarfsplanung schief gelaufen ist.“

So wurden von 2011 bis 2016 die notwendigen Ausbildungskapazitäten bei den Grundschullehrkräften um ein Drittel reduziert und das Studium von sechs auf acht Semester umgestellt, weshalb allein schon 400 Lehrkräfte fehlen. Außerdem wurden 200 Deputate zur Freistellung für Personalratstätigkeiten entzogen. „Dabei hat Grün-Rot nicht nur eine ganze Welle von Pensionierungen verschlafen, die lange absehbar gewesen ist“, so Deuschle. „Es war auch das völlig falsche Signal, die Eingangsbesoldung der Lehrkräfte um acht Prozent zu senken.“ Unterm Strich habe sich gerade bei den Grundschulen ein Bewerbermangel entwickelt, der sich auch in den kommenden beiden Jahren noch auswirken wird.

„Mit der CDU gibt es in der Bildungspolitik kein Wegducken mehr“

„All das lässt sich nicht sofort von heute auf morgen ändern“, betont der Esslinger CDU-Abgeordnete. Doch das CDU-geführte Kultusministerium gehe wenigstens offen mit dem Problem des Lehrermangels um. So habe das Ministerium anders als unter der grün-roten Vorgängerregierung erst im Juni flächendeckende Erhebungen durchgeführt, um ehrlich – und zwar schulscharf – feststellen zu können, wie sich der Unterrichtsausfall im Einzelnen darstellt. Deuschle: „Denn wenn wir den Lehrermangel beheben wollen, müssen wir uns auch trauen, genau hinzuschauen.“ Mit der Vollerhebung könne nun gezielt und passgenau, also orientiert an den konkreten Bedürfnissen vor Ort, auf Probleme in der Unterrichtsversorgung reagiert werden. „Mit der CDU gibt es in der Bildungspolitik kein Wegducken mehr.“

Deshalb habe man auch bereits konkrete Maßnahmen in die Wege geleitet. Beispielsweise sei die Personalhoheit der Schulen gestärkt worden: Knapp ein Jahr im Voraus werden schulscharfe Ausschreibungen zugelassen, wodurch Schulen die Chance haben, frühzeitig Bewerberinnen und Bewerber zu generieren und zu binden. Deuschle: „Schon jetzt haben wir durch diese vorgezogene Besetzung von Lehrstellen im ländlichen Raum eine deutlich bessere Bewerberlage als im Vergleichszeitraum vor einem Jahr.“ Hinzu kommen 200 zusätzliche Studienanfängerplätze im Lehramtsstudiengang Grundschule. Damit können an den einzelnen Pädagogischen Hochschulen bis zu 18 Prozent mehr Studierende ihr Lehramtsstudium aufnehmen.

Maßnahmen sorgen schon jetzt für deutlich mehr Lehrkräfte

Um bereits zum neuen Schuljahr den Mangel von voraussichtlich 500 Stellen in der Grundschule beheben zu können, hat Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann (CDU) ferner das Konzept zur Einstellung von Gymnasiallehrern an Grundschulen überarbeitet und so handfeste zusätzliche Anreize für Bewerberinnen und Bewerber geschaffen. Kern des neuen Konzepts ist eine grundsätzliche Einstellungszusage im gymnasialen Lehramt für die Zeit nach dem aktuellen Lehrermangel an Grundschulen. Wenn sich also Gymnasiallehrkräfte für das Grundschullehramt qualifizieren und für mindestens drei Jahre an einer Grundschule verpflichten, werden sie im Gegenzug verbeamtet und erhalten eine Zusage für eine Stelle im gymnasialen Lehramt.

Diese Aussichten ließen die Bewerberzahl nach oben schnellen: Mehr als 170 Gymnasiallehrkräfte gehen im kommenden Schuljahr an die Grundschule. Das sind mehr als fünf Mal so viele wie im Jahr zuvor. Das Ministerium rechnet nach eigenen Angaben bis Ende September mit einer noch höheren Zahl.

Für Gymnasiallehrer wird der Einstieg in die Grundschule attraktiver

Der Einstieg in das Lehramt an Grundschulen für Gymnasiallehrkräfte wurde auch dadurch attraktiver gestaltet, dass die Zusatzqualifizierung pädagogisch nachjustiert und von zwei Jahren auf ein Jahr verkürzt wurde. Auch berufsbegleitend ist seit vergangenem Jahr die Qualifizierung zum Lehramt an Grundschulen zu erwerben. Deuschle: „Gerade für Gymnasiallehrkräfte, in deren Fächern ein Bewerberüberhang herrscht, bietet sich so die Möglichkeit, ein zweites Standbein aufzubauen und unbefristet in den Schuldienst einzutreten.“ Außerdem mussten Lehrkräfte bislang über zwei Fächer aus dem Fächerkanon der Grundschule verfügen, um dort unterrichten zu können. Künftig werden auch Lehrkräfte zur Qualifizierung zugelassen, die lediglich ein grundschulaffines Fach mitbringen.

„Wir drehen also bereits an einigen Stellschrauben, um den Lehrermangel zu beheben und den Lehrerberuf wieder attraktiv zu machen“, so Deuschle zur CDU-Bildungspolitik. „Doch wir müssen auch um Verständnis dafür bitten, dass das Ruder nicht sofort herumzureißen ist.“ All die Lehrerinnen und Lehrer, die aufgrund des Unterrichtsausfalls Mehrarbeit leisteten und eine hohe Flexibilität an den Tag legten, verdienten größten Dank und Respekt. Deuschle: „Ich denke an die Lehrkräfte, die extra ihren Ruhestand verschoben oder ihre Teilzeitquote erhöht haben. Das ist keine Selbstverständlichkeit!“

 
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