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26.04.2019

Land fördert Quartiersentwicklung in Nellingen

Altwerden geht Hand in Hand viel besser: Diesen Gedanken greift auch die Quartiersentwicklung in Ostfildern auf.

100.000 Euro für "Gutes Älterwerden in Nellingen. Wir gestalten unsere Zukunft"

In Ostfildern wird die Quartiersentwicklung mithilfe von Landesgeldern weiter vorangetrieben. So bekommt das Projekt „Gutes Älterwerden in Nellingen. Wir gestalten unsere Zukunft“ insgesamt 100.000 Euro, um Angebote für ein gutes Älterwerden zu entwickeln.

„In einer älter werdenden Gesellschaft mit sich wandelnden Lebensformen müssen wir unser Zusammenleben neu denken“, so Deuschle. „Es geht darum, dass auch im Alter niemand abgehängt wird. Ich bin dankbar, dass sich Ostfildern dieser Aufgabe stellt und die Stadt, die Bürgerstiftung und die städtische Sanierungs- und Entwicklungsgesellschaft (SEG) hier auf die nötige Unterstützung des Landes bauen können.“

Deuschle lobt dabei insbesondere, dass  Bürger den bereits 2017 mit Landesmitteln angestoßenen Quartiersentwicklungsprozess selbst mitgestalten: „Dadurch dass die Bürger danach gefragt werden, wie sie selbst im Alter gut in ihrer Stadt leben wollen, wird nicht an den Bedürfnissen des Einzelnen vorbei geplant.“ So favorisiere die Bürgerschaft die Umsetzung zweier Maßnahmen, die für ein ausgesprochen „lebendiges, nachbarschaftliches Miteinander“ stünden.

Senioren-WG und "Zeitbank-Projekt" umsetzen

Konkret geht es bei der aktuellen Förderung um eine ambulant betreute Senioren-Wohngemeinschaft in einem Haus, das  Anfang 2020 an der Esslinger Straße fertiggebaut sein soll, sowie um ein „Zeitbank-Projekt“, bei dem Zeitbankmitglieder sich gegenseitig im Alltag unterstützen und die Freizeit gemeinsam gestalten. Der Grundgedanke einer solchen Zeitbank: Für die Hilfen, die man gibt, bekommt man die investierte Zeit auf einem Stundenkonto gutgeschrieben. Wenn man selbst Hilfe in Anspruch nimmt, „bezahlt“ man mit diesen angesparten Stunden.

Über 6 Millionen Euro für Quartiersentwicklung im Land

Die Landesmittel dafür werden im Rahmen des Sonderprogramms Quartier und im Rahmen des Förderprogramms Quartiersimpulse ausgeschüttet. Beide Programme – insgesamt ausgestattet mit mehr als 6 Millionen Euro – sind Bestandteil der Landesstrategie Quartier 2020, durch die das Land Städte, Gemeinden, Landkreise und zivilgesellschaftliche Akteure bei der alters- und generationengerechten Quartiersentwicklung unterstützt. Ziel ist es, Nachbarschaften, Stadtteile oder Dörfer so zu gestalten, dass sich Menschen einbringen, Verantwortung übernehmen und sich gegenseitig unterstützen; verbunden mit dem Anspruch, dass möglichst viele Menschen an ihrem Wohnort oder in Wohnortnähe alt werden können. Dazu müssen im jeweiligen Quartier verschiedene Formen der Betreuung und Pflege geschaffen und gut miteinander vernetzt werden.

Pflegerische Versorgung ein Haushaltsschwerpunkt

Angesichts des demografischen Wandels werden eine solche bedarfsgerechte Gestaltung des sozialen Umfelds pflegedürftiger Menschen und die wirksame Unterstützung deren pflegender Angehöriger in den nächsten Jahren immer wichtiger. Heute werden 72 Prozent der pflegebedürftigen Menschen im Land zu Hause versorgt, 60 Prozent von Ihnen ausschließlich durch Angehörige. Damit sind die Familien mit Abstand der größte Pflegedienst im Land und auf wohnortnahe Unterstützungs- und Beratungsangebote zwingend angewiesen. Vor diesem Hintergrund wolle die Landesregierung auch im Rahmen des anstehenden Doppelhaushalts einen Schwerpunkt bei der Förderung bedarfsgerechter pflegerischer Versorgungsstrukturen setzen, so Deuschle.

 
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