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22.05.2019

Fast 600.000 Euro vom Land für den Artenschutz im Landkreis Esslingen

Blühwiesen auf Ackerland und Straßenbegleitgrün: Tausende Hektar an Flächen können allein so für den Artenschutz aufgewertet werden.

"Meilenstein für den Naturschutz!"

Mit insgesamt über einer halben Million Euro hat die grün-schwarze Landesregierung bislang Projekte im Landkreis Esslingen unterstützt, die den rasanten Verlust an Artenvielfalt stoppen sollen. Dazu zählen vor allem Vorhaben im Rahmen der europäischen Naturschutzkonzeption „Natura 2000“ sowie Extensivierungsmaßnahmen für die Kulturlandschaft.

Andreas Deuschle sieht in dem dahinterstehenden bundesweit einmaligen Sonderprogramm, das maßgeblich unter Mitwirkung des CDU-geführten Agrarministeriums ausgearbeitet wurde, einen "Meilenstein für den Naturschutz": „Die Bewahrung der Schöpfung ist für uns keine Floskel, sondern gehört in Baden-Württemberg schon seit Jahrzehnten dazu. Und wir legen noch eine Schippe oben drauf: Bis 2021 erhöhen wir die Landesmittel für den Naturschutz nochmals auf rund 90 Millionen Euro.“

Partnerschaftlicher Ansatz mit den Landwirten

Konkret geht es etwa um die Ausweitung von Blühstreifen auf Ackerflächen. Bis Ende letzten Jahres konnten so landesweit über 12.000 Hektar aufgewertet werden. Mit zusätzlichen Mitteln werden Landwirte gefördert, wenn sie Felder, Wiesen und Heiden weniger intensiv bewirtschaften, auf Pflanzenschutzmittel verzichten oder spezielle Maßnahmen zum Schutz bedrohter Arten durchführen. Deuschle: "So wurden allein im letzten Jahr Vorhaben auf einer Fläche von über 4.000 Hektar gemeinsam mit den Landwirten und den Weidetierhaltern vorangebracht."

Ein Ergebnis dieses von der CDU begründeten partnerschaftlichen Ansatzes im Land: Die Flächen mit Nitratbelastung des Grundwassers haben in Baden-Württemberg einen Anteil von vergleichsweise niedrigen 9 Prozent. In Nordrhein-Westfalen liegt er bei 40 Prozent, in Niedersachsen bei 50 Prozent, in Schleswig-Holstein bei bis zu 60 Prozent.

Den Tieren dort etwas zurückgeben, wo wir in ihren Lebensraum eingreifen

"Doch wir nehmen nicht nur unsere Landwirte in den Blick", so Deuschle. "Neben der Pflege unserer diversen Schutzgebiete als Schatzkisten der biologischen Vielfalt wollen wir den Tieren auch gerade dort etwas zurückgeben, wo wir in ihren Lebensraum eingreifen." Dazu gehöre, dass die straßenbegleitenden Grünflächen mit ihrer Gesamtfläche von etwa 27.000 Hektar zu blütenreichen Flächen entwickelt werden, auf denen sich Insekten und Vögel wohlfühlen. Vor allem bei Neubauvorhaben an Landes- und Bundesfernstraßen wird die Einsaat insektenfreundlicher Blühmischungen gezielt gefördert.

"Insgesamt haben wir vieles schon umgesetzt, was die Initiatoren des bayerischen Volksbegehrens gefordert haben", resümiert Deuschle. "Etwa ein Programm für Biodiversität, das auf wissenschaftliche Erkenntnisse beim Artenschwund setzt – das hat Baden-Württemberg im Rahmen der Naturschutzstrategie längst auf den Weg gebracht; angestoßen von der CDU 2009!" Genauso sei schon ein Fachplan "Landesweiter Biotopverbund" erstellt worden, um für die Tiere einen möglichst zusammenhängenden Lebensraum zu schaffen. "Ein Modellprojekt wird derzeit im Landkreis Ravensburg umgesetzt."

Insgesamt 36 Millionen Euro in zwei Jahren für die Artenvielfalt

In dem 2017 aufgelegten Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt, von dem im Landkreis etwa die Kommunen Esslingen und Neuhausen profitieren, stehen aktuell insgesamt 36 Millionen Euro für verschiedene Maßnahmen in den Jahren 2018 und 2019 zur Verfügung. Dazu zählen neben den beschriebene Maßnahmen in der Landwirtschaft, beim Straßennetz und in Naturschutzgebieten auch der Moorschutz oder Zucht- und Erhaltungsmaßnahmen von gefährdeten Nutztierrassen und Nutzpflanzen, unter anderem der Wiederanbau des Urweizens Emmer.

Hier können Sie nochmals den Bericht zur "Deuschle im Dialog"-Veranstaltung nachlesen, zum Thema "Bienen in Gefahr: Insekten nachhaltig schützen".

 
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© Andreas Deuschle MdL 2019