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09.07.2020

Infos zur Überbrückungshilfe & Sofortbürgschaften

Wir schließen Förderlücken des Bundes

Wir haben im Land auf Initiative der CDU verschiedene Förderlücken bei den Corona-Hilfen geschlossen; und zwar durch die Aufstockung der Überbrückungshilfe Corona wie auch die speziellen Sofortbürgschaften für Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten. Bei der Überbrückungshilfe können Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigter Buchprüfer bereits jetzt für ihr Unternehmen tätig werden und registrieren. Die Bürgschaften können Unternehmer ab 15. Juli beantragen. Außerdem können Unternehmer im Bedarfsfall immer noch die vom Wirtschaftsministerium bereits im Mai gestartete Krisenberatung nutzen. Auch dafür haben wir als Land die Mittel nochmals erhöht.


Corona-Überbrückungshilfe für Unternehmen und Soloselbständige

Was ist das?
Die Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Zuschussprogramm mit einer Laufzeit von drei Monaten (Juni bis August 2020). Da der Bund einen Unternehmerlohn bei den förderfähigen Kosten explizit ausschließt, haben wir uns als CDU in Baden-Württemberg dafür eingesetzt, dass das Land die Überbrückungshilfen aufstockt. Wie schon bei der Soforthilfe Corona wird also das Land auf Antrag einen fiktiven Unternehmerlohn in Höhe von bis zu 1.180 Euro pro Monat berücksichtigen und auszahlen. Damit wollen wir vor allem die Soloselbständigen unterstützen, die nur geringe Fixkosten haben.

Wer kriegt das?
Antragsberechtigt sind Unternehmen und Organisationen aus allen Wirtschaftsbereichen mit bestimmten Einschränkungen hinsichtlich Größe und Umsatz, soweit sie ihre Geschäftstätigkeit in Folge der Corona-Krise anhaltend vollständig oder zu wesentlichen Teilen einstellen mussten. Die Einstellung der Geschäftstätigkeit wird angenommen, wenn der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 zusammengenommen um mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen ist.

Um wieviel Geld geht‘s?
Die maximale Förderung beträgt 150.000 Euro für drei Monate; bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 9.000 Euro für drei Monate, bei Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten 15.000 Euro für drei Monate. Diese maximalen Erstattungsbeträge können nur in begründeten Ausnahmefällen überschritten werden.

Förderfähig sind fortlaufende, im Förderzeitraum anfallende Fixkosten, beispielsweise Miete, Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen, Finanzierungskosten. Personalkosten werden pauschal in Höhe von 10 Prozent der übrigen Fixkosten gefördert.

Die Überbrückungshilfe besteht aus einem nicht rückzahlbaren Zuschuss und erstattet einen Anteil in Höhe von 

• 80 Prozent der Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch,
• 50 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50 Prozent und 70 Prozent
• 40 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 40 Prozent und unter 50 Prozent

im jeweiligen Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Wie geht das?
Unternehmen und Soloselbständige können die Überbrückungshilfe Corona in den nächsten Tagen beantragen. Die Antragstellung wird jedoch nur über einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer in einem digitalisierten Verfahren möglich sein. Bereits jetzt können sich Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer, die für Unternehmen den Antrag stellen müssen, auf der Antragsplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de registrieren. Das für die Administration zuständige Land greift bei der Abwicklung dieses Programms auf den bewährten Partner aus der Soforthilfe, die L-Bank, zurück.

Gibt’s weitere Infos?
Weitere Informationen zum Programm und zur Antragstellung in Baden-Württemberg finden Sie unter: https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderprogramme-und-aufrufe/liste-foerderprogramme/ueberbrueckungshilfe-corona/


Sofortbürgschaften für Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten

Was ist das?
Der KfW-Schnellkredit des Bundes steht nur Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten zur Verfügung. Das CDU-geführte Wirtschaftsministerium in Baden-Württemberg stellt deshalb gemeinsam mit der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg Sofortbürgschaften für Soloselbständige, Freiberufler und Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten bereit. Es ist als flexibles Instrument gedacht, das betroffenen kleinen Unternehmen schnell und einfach helfen soll.


Wie geht das?

Unternehmer können die Sofortbürgschaft auf zwei Wegen beantragen. 

• Über das Portal www.ermoeglicher.de können Sie bei positiver Prüfung eine elektronische Vorabzusage für eine Sofortbürgschaft in Höhe von 90 Prozent für einen Kredit bis zu 250.000 Euro der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg erhalten. Diese Vorabzusage wird direkt an ein Kreditinstitut freier Wahl zugeleitet. Damit haben Unternehmen, die noch nicht über eine Hausbank verfügen, die Möglichkeit, ihre Anfrage online und bankenunabhängig zu stellen. In diesen Fällen kann die Bürgschaft auf 100 Prozent erhöht werden.

• Daneben ist der Antragsweg über das klassische Hausbankverfahren möglich. Hier beantragt die Hausbank eine Bürgschaft in Höhe von 90 Prozent für ein Darlehen bis zu 125.000 Euro. Für eine spätere weitere Finanzierung (bis max. 125.000 Euro) kann sie auf Wunsch 100 Prozent Bürgschaft erhalten.
Die Bürgschaften können Unternehmer ab 15. Juli beantragen!

Krisenberatung Corona

Was ist das?
Im Rahmen der „Krisenberatung Corona“ des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg können sich Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern bei vier Beratungsdiensten informieren und durch einen erfahrenen Experten beraten werden. Die Krisenberatung Corona unterstützt bei einer ersten Bestandsaufnahme und Liquiditätsplanung sowie bei der Entwicklung eines Maßnahmenplans zur Krisenbewältigung und Umsetzungsbegleitung.

Kostet das was?
Je nach Beratungsfall können Sie bis zu vier kostenlose Beratungstage in Anspruch nehmen. Die Unternehmen müssen lediglich die Umsatzsteuer tragen.

Wie geht das?
Wenn Sie an einer Krisenberatung interessiert sind, können Sie sich direkt an einen der vier branchenorientierten Beratungsdienste wenden. Im Rahmen eines Erstgesprächs werden die Fördervoraussetzungen abgeklärt, die Beratungsbedarfehttps://wm.baden-wuerttemberg.de/de/wirtschaft/corona-hotline/ analysiert und ein entsprechend ge-eigneter Krisen- und Sanierungsexperte vermittelt.

Gibt’s weitere Infos?
Weitere Informationen finden Sie auf den Websites der Beratungsdienste:

• Industrie und Dienstleistungen: RKW Baden-Württemberg

• Gastgewerbe: DEHOGA Baden-Württemberg

Sie haben weitere Fragen?

Eine Übersicht der Corona-Hotlines und Anlaufstellen für Unternehmen finden Sie hier.

 
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