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03.06.2020

Rassismus tötet auch in Deutschland

Nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd

Der gewaltsame Tod des Afroamerikaners George Floyd, der zwei Töchter und einen Enkel zurücklässt, die seitdem andauernden Proteste und der teils unsägliche Umgang damit durch die dortige Polizei und Politik bewegen mich. Führen uns die Geschehnisse doch einmal mehr vor Augen, dass Rassismus noch längst nicht Vergangenheit und auch nicht nur irgendein zu vernachlässigendes Randphänomen ist. Rassismus gehört noch immer zu unserer „freien Welt“. Rassismus gehört auch zu Deutschland.

Wenn wir dieser Tage in die USA schauen, sollten wir jedenfalls nicht vergessen, dass erst vor wenigen Monaten ein rechtsradikaler Attentäter in Hanau neun Menschen erschossen hat, weil sie nicht so waren, wie sie in seinen Augen als Mitbürger hätten sein müssen. Gemeinsam mit den Anschlägen, wie sie uns schon die Jahre zuvor immer wieder aus dem Alltag gerissen haben, von Rostock-Lichtenhagen (1992) über Solingen (1993) bis hin zu den NSU-Morden zeigt sich immer wieder: Rassismus tötet. Mitten unter uns.

„I can’t breathe“, rief George Floyd mehrmals bis er durch den in seinem Nacken knienden Polizisten erstickt ist. „Ich kann nicht atmen“. Auch wenn nicht jeder selbst unmittelbar und persönlich von Rassismus betroffen ist, betrifft Rassismus doch unsere Gesellschaft als Ganze und unsere Art zu leben. Passen wir also auf, dass Rassismus nicht irgendwann unserer Freiheit die Luft zum Atmen nimmt. Sorgen wir vielmehr dafür, dass alle Mitbürgerinnen und Mitbürger mit uns friedlich und frei leben können – gleich wie sie aussehen oder sind!

Ihr
Andreas Deuschle

 
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